MAI

 

zwischen den welten

 

Robert Wallner, Pramet

Zeichnung und Malerei

 

 

 

Eröffnung: Do. 8.5. 2014 20 Uhr

Musikalische Akzente: Eberhard Reiter: Bassklarinette und Saxophon

Einführung: Sigrid Kofler

 

Dauer 9. - 31.Mai

 

 

Einführung zwischen den welten

 

Robert Wallner, geboren in St. Marienkirchen bei Schärding lebt und arbeitet seit etwa 30 Jahren in Pramet auf einem Hof ganz in der Nähe des Stelzhamer Geburtshauses, mit seiner Frau Margit hat er drei erwachsene Kinder.

Schon während seiner sozialpädagogischen Ausbildung faszinierte ihn die Kunst und ihre vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten, in diesem Sinne war seine Abschlussarbeit dann auch über Max Ernst.

Neben seiner Teilzeittätigkeit als Sozialpädagoge beschäftigt sich Robert Wallner seither kontinuierlich vor allem mit der Malerei, aber auch mit der Collage, der Assemblage und dem Objekt. Das Spannende beim Arbeiten sei ja die Suche – so ist seine Herangehensweise immer experimentell und er bereichert sein Werk durch immer neue technische Ansätze, wie wenn er etwa in letzter Zeit begonnen hat, alte Malerwalzen als Malgerät zu verwenden – sie entdecken diese Technik in vielen der heute gezeigten Arbeiten. Ein zweiter Schwerpunkt der Ausstellung ist eine gößere Serie von Zeichnungen, die bei einem Symposion im Kubinhaus in Wernstein entstanden sind.

Zwischen den Welten – dieser Ausstellungstitel Robert Wallners lässt sich auf vielen Ebenen lesen, so vielschichtig, wie auch Wallners malerische Arbeiten sind: Er bildet die materielle Außenwelt in seinen Arbeiten nicht ab, er lässt sie aber auch nicht außer Acht, die Welt und die greifbare Realität fließen in verschiedenster Weise in seine Arbeiten ein, sei es als reales, appliziertes Fundstück, sei es als Andeutung einer Figur oder Landschaft. Offenheit der Sinne den verschiedenen Welten gegenüber ist ihm wichtig – so geben etwa die jeweilige Arbeitsumgebung wie bei der Arbeit auf Symposien oder Gehörtes oder Gelesenes wesentliche Impulse für die Richtung der Arbeiten, ebenso naturgemäß die eigene innere Gefühlswelt.

Seine Bilder vermeiden die Eindeutigkeit und lassen damit für den Betrachter viel Spielraum und je nach Fokussierung immer neue Lesarten zu. Die zum Teil strukturierten Oberflächen bieten auch je nach Lichteinfall neue Facetten. Oft verwendet Wallner seriell schriftartige Zeichen – ist es eine Botschaft - oder sind es doch stilisierte Figuren, - oder sind es archaeologische Spuren, durch den Lauf der Zeit unlesbar geworden?

Ich schließe mit einem Zitat von Albert Einstein:

Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle. Es ist das Grundgefühl, das an der Wiege von wahrer Kunst und Wissenschaft steht. Wer es nicht kennt und sich nicht wundern, nicht mehr staunen kann, der ist sozusagen tot und sein Auge erloschen.

 

Sigrid Kofler, Mai 2014